Entwurf ansehenEntwurf herunterladenHerunterladen (live)

Trinkwasserleitung Heide-NordRedimensionierung 
1. BA: 700 m DN 500
2.BA: 61 m DN 500 und 560 m DN 400 

IPROconsult Logo
Baustraße und Notwasserleitung im Landschaftsschutzgebiet
Divider
Auftraggeber
Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH
Leistungen

Ingenieurbauwerke 
örtliche Bauüberwachung
Bauoberleitung
LP 2 - 8
 
 

Projektmitarbeiter

Sibylle Gunold
Christian Hennicke
Ingolf Darmochwal

Planungszeitraum

1. BA                      01.2019 - 09.2019
2.BA                      04.2022 - 01.2024
Realisierung
1. BA                      12.2019 - 05.2020
2. BA                    06.2024 - 05.2025

Baukosten netto

1. BA                             0,80 Mio. EUR
2. BA                            0,80 Mio. EUR

Die Hallesche Wasser und Stadtwirt-schaft GmbH beauftragte IPROconsult mit der Erarbeitung der Planungs- und Ausschreibungsunterlagen für das Vorhaben „Redimensionierung der Trinkwasserleitung Heide-Nord“.

 

Mit Errichtung des Wohnquartiers Heide-Nord in den 80er Jahren wurde eine neue Trinkwasser - Hauptversor-gungsleitung DN 800 verlegt. Auf-grund nicht vollständig realisierter Be-bauung und zusätzlicher Rückbau-maßnahmen seit 1990 wurden seitens der Halleschen Wasser und Stadt-wirtschaft GmbH hydraulische Be-rechnungen durchgeführt, um die op-timale Dimension für derzeitige und künftige Versorgungsaufgaben zu ermitteln. Im Ergebnis der Berech-nungen wurde eine DN 500 bzw. DN 400 ermittelt.

Die Hauptversorgungsleitung DN 800 wurde 1980 und 1986 in zwei Bauab-schnitten in Stahl bzw. Grauguß errichtet. Im Trassenverlauf werden neben Straßen- und Wegequerungen ein Vorfluter mittels Düker unterquert sowie ein Landschaftsschutzgebiet gem. § 26 BNatSchG durchquert. Betroffen sind neben öffentlichen Flächen auch einige Privatgrund-stücke.

 

Aus alten Planungsunterlagen waren Informationen zu Kurvenverläufen bzw. Knickpunkten ersichtlich, die jedoch durch das Fehlen von Be-standsplänen nicht untersetzt werden konnten.

 

In einem ersten Schritt wurde daher eine Ortung der Trinkwasserleitung durchgeführt, um neben Informatio-

Baugrube mit Rohrleitung

Trinkwasserleitung Heide-NordRedimensionierung 
1. BA: 700 m DN 500
2.BA: 61 m DN 500 und 560 m DN 400 

IPROconsult Logo

nen zum Trassenverlauf auch Rück-schlüsse auf die Tiefenlagen und die Machbarkeit eines Rohreinzuges ziehen zu können.

 

Der Rohreinzug wurde auf einer Tras-senlänge von 1400 m geplant. Zum Einsatz kam im Regelfall für Relining geeignetes GGG – Rohr DN 500 bzw. DN 400 sowie in Teilabschnitten PE – Rohr 560 x 33,2.

 

Vor Errichtung der Baugruben war eine Baufeldfreimachung (Entfernung von Bewuchs) erforderlich, welche über festgelegte Ausgleichs- und Er-satzmaßnahmen am Ende der Bau-maßnahme kompensiert wird. Im Landschaftsschutzgebiet war die Er-richtung einer Baustraße erforderlich.

 

Zur Aufrechterhaltung der Trinkwas-serversorgung war die Planung und Errichtung einer Trinkwasser - Ersatz-versorgung aus PE 250 x 14.8 mm unerlässlich. Diese wurde vorzugs-weise oberirdisch verlegt. Straßen- und Wegequerungen wurden unter-irdisch gequert, in einem Fall wurde 

eine Rohrbrücke errichtet. Nach Inbetriebnahme der Ersatzversorgung wurde die Altrohrleitung außer Be-trieb genommen, entleert, im Bereich der Baugruben/Knotenpunkte ge-trennt und einer TV – Befahrung mit Neigungsmessung und Kalibrierung unterzogen. Vorab erfolgte die Reini-gung mittels Hochdruckspülung. Das Einziehen des neuen Rohrstranges erfolgte mit Zugstangen.

 

Nach dem Rohreinzug waren die er-forderlichen Formstücke und Armatu-ren einzubauen und die Abzweige in die neue Leitung einzubinden. An abgestimmten Standorten wurden Hydranten, Absperrschieber, Be- und Entlüftungen und Entleerungen ange-ordnet.

 

Der Ringraum zwischen GGG DN 500 /DN 400 und dem Altrohr DN 800 war mittels alkalischem Dämmer zu ver-dämmen und die alte Rohrleitung zu verschließen.

 

Da die Versorgungssicherheit der Wohneinheiten oberste Priorität hatte,

Baugrube mit Knotenausbau

 

erfolgten die baubedingten Trinkwas-serabstellungen und Inbetriebnahmen der einzelnen Leitungsabschnitte in engster Abstimmung mit der Halle-schen Wasser und Stadtwirtschaft GmbH.

 

Im Bereich der Eingriffe in das Land-schaftsschutzgebiet wurde eine öko-logische Baubegleitung durchgeführt.

Notwasserleitung mit Anbindung an Hauptversorgungswasserleitung
Notwasserleitung mit Anbindung an Hauptversorgungswasserleitung