
Die Betriebsführungszentrale (BFZ) ist eine Einrichtung zur Steuerung und Überwachung des Eisenbahnbetriebs. In ihr ist zentral Technik für Bedienungs-, Überwachungs- und Betriebssteuerungsfunktionen angeordnet, die sich weitere steuerbare, dezentral verteilter Einrichtung bedient. Für den zuverlässigen, sichern und qualitätsvollen Betrieb des Schienen-verkehrs ist die höchstmögliche Verfügbarkeit der BFZ erforderlich. Die 4-fach Redundante Energieversorgung sorgt für ein höchstmögliches Maß an Sicherheit bzw. höchstmögliche Ausfallsicherheit.
Kritische Infrastruktur und erhöhte Sicherheitsanforderungen
Das gegenständliche Gebäude ist der kritischen Infrastruktur iSd § 22 Abs 1 Z 6 SPG zuzuordnen.
Es handelt sich somit um ein Gebäude mit erhöhten Sicherheitsaufgaben und sicherheitstechnischen Anforderungen. Da das gegenständliche Projekt der Geheimhaltung und kritischen Infrastruktur unterliegt, ist nur eine eingeschränkte Beschreibung des Projekts möglich.
Nachhaltige Bauweise und technische Redundanz
Das Objekt ist in Niedrigemissions-bauweise mit 3-Scheiben-Verglasung und Doppelfassade, mit dem Ziel einer „ÖGNB-Zertifizierung“, errichtet worden. Für die Wärme- &
Kälte- Energie- versorgung sind hierzu Grundwasser Wärmepumpenanlagen vorgesehen gewesen. Generell wurden auf Grund der vor erwähnten Gebäudeklassifizierung „Kritische Infrastruktur“ bei der gesamten technischen Gebäudeausrüstung erhöhte Redundanzanforderungen gestellt.
Bauabwicklung und gestaffelte Inbetriebnahmen
Bei der Bauabwicklung war ein teilweise laufender Betrieb im Gebäude durch die Nutzer gegeben (gestaffelte Inbetriebnahmen und Übergaben). Das Projekt wurde in Bauphasen bzw. Bauabschnitten realisiert, da unterschiedliche Inbetriebnahmen und Besiedelungen gefordert waren (Rechenzentrum, Fahrdienstleitungen, Fachdienste, etc.).

ÖBB-Infrastruktur AG
Planung TGA
Fachbauaufsicht TGA
12/2020 - 12/2023
ca. 13.000 m²
Bauwerkskosten
TGA-Kostenca. 26 Mio. EUR
ca. 10 Mio. EUR